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Golfspiel im Museum

Die neue Ausstellung „The Art of Golf“ eröffnet am 3. November 2012 im Museum of Fine Arts in St. Petersburg/Florida. Es ist die erste große Kunst-Ausstellung in den USA, die dem Sport gewidmet ist. Bis zum 17. Februar 2013 sind mehr als 90 Werke zu sehen, darunter Arbeiten von Rembrandt und Andy Warhol.

Einige Ausstellungsstücke werden erstmals öffentlich gezeigt. Herzstück der Sammlung ist das Ölgemälde „Die Golfer“ des schottischen Malers Charles Lees, das als bekanntestes Golf-Kunstwerk der Welt gilt. Reproduktionen des Bildes hängen in Golf-Klubhäusern auf der ganzen Welt. In der Ausstellung ist das Gemälde nun zum ersten Mal in den USA zu sehen. Das Werk aus dem Jahr 1847 zeigt eine Golf-Partie in dem traditionsreichen schottischen Golfklub St. Andrews. Um die Spieler scharen sich wohlhabende Zuschauer.

Die Entwicklung des Golfsports lässt sich anhand der zahlreichen Ausstellungsstücke verfolgen: Zunächst sind holländische Landschaftsmalereien aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, die eine Vorform des modernen Spiels, das so genannte Kolf, darstellen. Die Ausstellung umfasst sogar Winterszenen von Kolf, gespielt auf Hollands gefrorenen Kanälen. Rembrandts berühmte Radierung „The Ringball Player“ (1654) ist Teil dieses Bereichs.

Die heutige Form des Golfsports hat ihren Ursprung in Schottland. Die Ausstellung veranschaulicht dies anhand einer Reihe von Porträts und Landschaftsmalereien schottischer Maler des 18. und 19. Jahrhunderts. Für diesen Teil der Schau hat der 1754 in Schottland gegründete Golfklub St. Andrews viele Objekte als Leihgaben zur Verfügung gestellt.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts ist der Sport vor allem in den USA zunehmend populär geworden. Der Bau öffentlicher Golfplätze unter Präsident Roosevelt sorgte seit dem Ende der 1930er Jahre für wachsende Spielerzahlen. Auch die Golf-Begeisterung von Präsident Eisenhower steigerte die Bekanntheit des Sports. In diesem Teil der Ausstellung ist ein Andy-Warhol-Porträt des bekannten amerikanischen Golfspielers Jack Nicklaus zu sehen, aber auch Originalzeichnungen von Charles Schulz. Der Comiczeichner und Erfinder der Peanuts ließ seine berühmteste Figur, den Beagle Snoopy, seit den frühen 1970er Jahren Golf spielen. Inzwischen ist Golf ein wesentlicher Bestandteil der amerikanischen Kultur. Aufgrund des ganzjährig warmen Klimas wurde besonders Florida zu einem Mekka für Golfer. Mit mehr als 1400 Golfplätzen verfügt der Bundesstaat über die meisten Kurse des Landes.

Das Museum of Fine Arts gilt mit mehr als 14.000 Kunstwerken von der Antike bis zur Gegenwart als eines der besten Kunstmuseen der Tampa Bay-Region. Zusätzlich beherbergt das Museum mit mehr als 10.000 Werken Floridas angesehenste Fotografie-Sammlung.

Weitere Informationen unter www.fine-arts.org.

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